Wichtige Information zum Förderkonzept am JBG
Nach intensiven Beratungen mit allen am bisherigen Förderkonzept Beteiligten und mit großer Zustimmung der Schulkonferenz haben wir uns für die Zeit nach den Märzferien 2009 für ein neues Förderkonzept für die Klassen 7 und 8 an unserer Schule entschieden. Es wurde zum Schuljahrsbeginn 2011/12 durch die Einführung der Kompetenzkurse leicht modifiziert. Das Ziel dabei ist es, die Schülerinnen und Schüler individuell besser und gezielter zu fördern als bisher, ohne dabei die Belastung noch weiter ansteigen zu lassen.
Statt der früheren Förderschiene und der Nachhilfe durch Kollegen in den Frühstunden oder am späten Nachmittag gibt für die Klassen 7 und 8 einen fest in den Stundenplan eingefügten Förderblock. Dies bedeutet, dass alle Schüler des Jahrgangs im Vormittagsbereich in verschiedene Förder- bzw. Kompetenzkurse aufgeteilt werden. Der Förderblock umfasst dabei folgende Fächer:
a) Deutsch
b) Mathematik
c) Englisch
d) Spanisch
e) Latein
Die Einteilung der Schülerinnen und Schüler für den Förderblock nimmt die Klassen- bzw. Zeugniskonferenz vor. Einzelne Schüler können also nicht entscheiden, wo sie die Förderung in Anspruch nehmen wollen. Die Fördergruppen enthalten dabei nicht mehr als 10 Schüler (meistens sind es 6-8). Nach einem Halbjahr nimmt die Zeugniskonferenz dann eine Neuverteilung der Schüler vor.
Begabte Kinder oder Schüler, die aufgrund ihres Notenbildes keine Fachförderung in Anspruch nehmen müssen, haben die Gelegenheit, an einem „Kompetenzkurs" teilzunehmen, wo sie etwas ganz anderes ausprobieren oder vorhandene Begabungen vertiefen können. Die Kompetenzkurse sind an die sogenannten Kernfächer (Deutsch, Englisch, Mathematik oder Spanisch) angegliedert und werden von den Schülerinnen und Schülern (unter Angabe einer Ersatzwahl) frei gewählt. Auch hier besteht die Möglichkeit, sein Lernen selbstständig und frei zu organisieren, beispielsweise, indem man an einer selbst gestellten Aufgabe oder einem anspruchsvollen Projekt über einen längeren Zeitraum arbeitet.
Der Förderblock ist, im Gegensatz zur früheren Fachschiene, integrativ. D.h. der Unterricht der zu fördernden Fächer (z.B. Deutsch) wird nicht beschnitten, die Klasse bleibt in den Kernstunden zusammen und die Fachförderung muss nicht mehr an Randstunden oder erst spät nach dem Unterricht, wenn viele Schüler schon sehr erschöpft und müde sind, erfolgen. Auch die Stundenzahl der Jahrgangsstufen wurde nicht erhöht, da der Förderblock über eine Veränderung der Stundentafel eingerichtet wurde.
Im Rahmen des Förderblocks werden keine Noten erteilt und auch keine Arbeiten oder Tests geschrieben. Die Teilnahme an einem Förder- oder Kompetenzkurs und das Arbeitsverhalten werden aber auf dem Zeugnis vermerkt. Hier können auch besondere Leistungen (Teilnahme an Wettbewerben etc.) gewürdigt werden.
Martin Bitterberg (Mittelstufenkoordinator)
